IGW News

45 Jahre Provisorium

Seit 45 Jahren leiden die Quartiere entlang der Rosengartenstrasse / Westtangente massiv unter Lärm, Dreck und Staub. Die Autobahn zerschneidet das Quartier Wipkingen in zwei vollständig getrennte Teile. Wir wollen aufzeigen, dass neben den touristisch propagierten Schönheiten von Zürich auch noch andere Orte existieren. Sehen Sie selber, wie es ist, dort wo wir wohnen, zur Schule gehen, schlafen, ...

 

 

 

Die Fakten

Der Fuss- und Veloverkehr wird sicherer:

Wer zu Fuss oder mit dem Velo unterwegs ist, erhält mehr Sicherheit und direkte Verbindungen: Die Westtangente kann dank Fussgängerstreifen und Veloverbindungen gefahrlos überquert werden, ohne dass man in den Untergrund gedrängt wird.

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Medienmitteilung April 2007

 

Neue Strassenbauprojekte kommen in letzter Zeit immer versteckt hinter Ausbauten für den öffentlichen Verkehr daher. Die IG WesttangentePlus verlangt ein Ende dieses Missbrauchs des guten Images des öffentlichen Verkehrs.


Man nehme ein schon lange vor sich hinstinkendes, leicht angefaultes Stück Strassenprojekt und ziehe es unter das schaumig geschlagene ÖV-Projekt oder glasiere es mit Zuckerguss aufwendiger ÖV–Ausbauten.

Erstes Beispiel war die Glatttalbahn, die nur zu haben war bei Zustimmung zu neuen Strassenbauten im Umfang von 98 Mio. Franken aus allgemeinen Steuermitteln. Was auch von ÖV-Anhängern gerade noch so hingenommen werden konnte, entpuppt sich nachträglich als Auftakt für das dreiste Konzept, nicht mehrheitsfähige Strassenbauvorhaben im Windschatten von ÖV-Vorhaben durchzuschleusen.

Das zweite Beispiel wird zur Zeit durch die Rekursmühle gedreht. Die sogenannte Sanierung der Hardbrücke will mit 90 Mio. Franken einen unhaltbaren Zustand für ewige Zeiten konservieren und zusätzlich ein Teilstück des Ypsilon–Westastes werden. Sie soll dem aufmerksamen Publikum mit einer zusätzlichen Spur für den Trolleybus schmackhaft gemacht werden.

Der dritte Streich ist die Neuauflage des Ypsilon-Westastes, der vom Hardturm bis zur Hardbrücke für 150 Mio. Franken weiterhin 50'000 Fahrzeuge täglich durch ein lufthygienisches Sanierungsgebiet und künftiges Wohnquartier schleusen will. Dieses Fossil soll mit einer Tramvorlage für nochmals 150 Mio. Franken garniert und salonfähig gemacht werden.

Die Verschiebung der Bushaltestelle Pfingstweidstrasse zum Schiffbau, ÖV–technisch eine plausible Verbesserung, ist eine reine ÖV–Vorlage in Stadtratskompetenz und gleichzeitig wird am Verbindungspunkt zwischen Pfingstweidstrasse und Hardbrücke der notwendig Platz geschaffen, um die notwendigen Rampen für den Westast des Ypsilons erstellen zu können.

Und der fünfte Streich, der folgt sogleich. Bereits absehbar ist die Anwendung dieses scheinbar erfolgreichen Täuschungsrezepts auch für den Westtangentenabschnitt Rosengartenstrasse. Der dringend notwendige Ausbau von Tangentiallinien für den ÖV zwischen Zürich-Nord und Zürich-West soll gekoppelt werden an den Bau des Waidhaldetunnels.

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