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45 Jahre Provisorium

Seit 45 Jahren leiden die Quartiere entlang der Rosengartenstrasse / Westtangente massiv unter Lärm, Dreck und Staub. Die Autobahn zerschneidet das Quartier Wipkingen in zwei vollständig getrennte Teile. Wir wollen aufzeigen, dass neben den touristisch propagierten Schönheiten von Zürich auch noch andere Orte existieren. Sehen Sie selber, wie es ist, dort wo wir wohnen, zur Schule gehen, schlafen, ...

 

 

 

Die Fakten

Der Zeitpunkt ist ideal:

Die Erfahrung aus der laufenden Sanierung der Hardbrücke zeigt: Eine Reduktion der Spuren für den Autoverkehr ist problemlos machbar. Ausserdem hat der Verkehr seit der Eröffnung des Üetlibergtunnels bereits um einen Drittel abgenommen. Massnahmen, um den privaten Autoverkehr einzuschränken und dem öffentlichen Verkehr, dem Fuss- und Veloverkehr mehr Platz einzuräumen, sind also gut möglich.

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Medienmitteilung vom 14.5.2015

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NZZ vom 8.5.15: «Auch der Rosengartentunnel braucht mehr Zeit»

Verkehrsberuhigung jetzt statt Rosengartentunnel!
Regierungsrat verhindert Sofortmassnahmen

Noch im November letzten Jahres wurde angekündigt «Zur gewundenen Röhre zwischen Buchegg- und Wipkingerplatz wird Anfang Jahr mehr bekannt» (NZZ 20.11.14). Ende April wurde vom Regierungsrat ein Fristerstreckungsgesuch bis August 2016 an den Kantonsrat gestellt.

Immerhin gibt es dem Regierungsrat mehr Zeit, in sich zu gehen und zu überlegen, ob er tatsächlich bereit ist, Geld im Milliardenumfang – das der Kanton nicht hat – auszugeben, für ausserordentlich wenig Nutzen in Form von zusätzlichem unterirdischen Stauraum  auf Stadtgebiet und für einen weiteren ausserordentlichen Beitrag zur Stadtzerstörung in Form von gigantischen Tunnelportalen, Mehrverkehr und Umweltbelastung.

Die angeblich laufenden Abklärungen für den Phantomtunnel dienen dem Regierungsrat als Vorwand, um keine Sofortmassnahmen ergreifen zu müssen. Das seit 43 Jahren existierende Provisorium stinkt weiterhin zum Himmel.

So sind gemäss Argumentation der Kantonspolizei keine oberirdischen Fussgängerstreifen möglich, weil Lastwagen nicht rechtzeitig anhalten könnten.
Da kennt die Polizei offenbar den Artikel 32 des Strassenverkehrsgesetzes nicht, der verlangt, dass die Geschwindigkeit stets den Umständen anzupassen ist. Die Verkehrsunfallstatistik des ASTRA (--> http://map.geo.admin.ch) zeigt eine Häufung von Unfällen mit Personenschäden am Rosengarten, dass längst schärfere Geschwindigkeitsbegrenzungen durchgesetzt werden müssten.

Als Begründung für einen neuen Tunnel wird der innerstädtische Verkehr zwischen den Stadtentwicklungsgebieten in Zürich-Nord und -West vorgeschoben. Der Regierungsrat nimmt nicht zur Kenntnis, dass sich das Mobilitätsverhalten der StadtbewohnerInnen in kurzer Zeit rapid verändert, wie die NZZ am 5.5.15 schreibt: «Verfügten im Jahr 2007 noch 457 von 1000 Zürchern über einen eigenen Wagen, so waren es 2013 noch 359.»

Ein allein selig machender Waidhaldentunnel, neuerdings Rosengartentunnel genannt, der - wenn überhaupt - erst in Jahrzehnten fertig gestellt und noch mehr Verkehr in die Stadt locken würde, ist kein ernst zu nehmender Vorschlag. 
Er fügt sich nahtlos ein in die Reihe der bereits mehrfach gemachten und unerfüllt gebliebenen Versprechungen, dass mit dem Milchbucktunnel, dem Gubristtunnel und dem Uetlibergtunnel alles gut werde.

Deshalb braucht es Sofortmassnahmen jetzt: Zebrastreifen mit Lichtsignalanlagen beim Schulhaus und bei querenden Quartierstrassen, durchgängige Bus- und Velospuren, sowie Tempo 30 tags und nachts.

 
IG WesttangentePlus

 

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