IGW News

45 Jahre Provisorium

Seit 45 Jahren leiden die Quartiere entlang der Rosengartenstrasse / Westtangente massiv unter Lärm, Dreck und Staub. Die Autobahn zerschneidet das Quartier Wipkingen in zwei vollständig getrennte Teile. Wir wollen aufzeigen, dass neben den touristisch propagierten Schönheiten von Zürich auch noch andere Orte existieren. Sehen Sie selber, wie es ist, dort wo wir wohnen, zur Schule gehen, schlafen, ...

 

 

 

Die Fakten

Und Zürich blüht auf:

Weniger Autoverkehr bedeutet weniger Lärm und Luftbelastung und mehr Lebensqualität für die ganze Stadt. Wipkingen und Unterstrass wachsen dank Fussgängerstreifen und Velowegen wieder zusammen.

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Medienmitteilung vom 3.9.2012

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Konsequent: Eine grosse Röhre führen und sie auch bestellen!

Die IG WesttangentePlus beurteilt den Beschluss des Kantonsrates zum Waidhaldentunnel und die Beurteilung der Kantonspolizei der projektierten Fussgängerstreifen als ziemlich unausgegoren, und den Verzicht des Stadtrates auf die Durchführung einer Feier zum 40 -jährigen Jubiläum und die Ablehnung einer 40-stündigen Sperrung als leisetreterisch.

Neulich hat die automobile Mehrheit des Kantonsrates wieder einmal einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen gefrönt und mit grosser Röhre eine noch grössere bestellt: den Waidhaldetunnel! Dieser soll auf mirakulöse Weise die Kalamitäten an der Rosengarten– und Bucheggstrasse zum Verschwinden bringen. Dass das hinten und vorne, nämlich dort wo der Tunnel wieder zum Vorschein kommt, nicht stimmt, ist offensichtlich und überdies nicht finanzierbar. Die Kassen des Kantons sind dank bürgerlicher Schuldenwirtschaft leer und der Bund wird dieses unsinnige Vorhaben auch nicht über das Agglomerationsprogramm finanzieren. Allerdings behindert dieses Phantomvorhaben leider alle schnell und günstig realisierbaren Sofortmassnahmen zur Umlagerung und Reduktion des MIV.

Eine solche Sofortmassnahme ist die Projektierung von Fussgängerstreifen, wie sie Stadt- und Gemeinderat als Gegenvorschlag zu unserer Volksinitiative beschlossen haben. Behindert wird sie durch die Argumentation der Kantonspolizei, die sich Sorgen macht, dass die Verkehrssicherheit dadurch gefährdet würde, weil Lastwagen nicht rechtzeitig anhalten könnten. Man weiss nicht recht, ob bei dieser Betrachtungsweise die Lächerlichkeit oder die Heuchelei überwiegt. Wenn die Lastwagen nicht rechtzeitig halten können, dann fahren sie offenbar zu schnell und vor allem am falschen Ort.
Die Schwierigkeiten, die durch eine unsinnige Verkehrs– und Siedlungspolitik in der Agglomeration Zürich bewirkt werden, können nicht auf dem Buckel der städtischen Bevölkerung ausgetragen werden. Wer sich wirklich Sorgen um deren Sicherheit und Gesundheit macht, muss Lärm- und Luftverschmutzung an der Quelle reduzieren, wie es das Umweltgesetz vorschreibt, nicht erst seit gestern.

Nicht erst seit gestern, sondern seit genau 40 Jahren ist das Provisorium Westtangente in Betrieb. Der GegnerInnen dieses stadtzerstörerischen Projekts haben seine Belastungen für das Quartier und seine Dauerhaftigkeit zwar schon damals voraussgesagt, aber leider auch unterschätzt. Seine BefürworterInnen haben immer Versprechungen in die Zukunft gemacht und behauptet Tunnelbauten (Milchbuck-, Gubrist-, Uetlibergtunnel...) brächten ein Entlastung – soweit sie es nicht damals schon wussten und einfach gelogen haben, lagen sie immer vollständig falsch – und das wird mit dem Bau der dritten Gubriströhre auch nicht anders sein.

Am 30. September 1972 wurde die Eröffnung der Westtangente quer durch Unterstrass und Wipkingen „mit viel Pomp, Chilbi und Trara“ (Niklaus Wyss im ZüriLeu 12.10.1972) eröffnet. Die IG WesttangentePlus hat an diese Tradition anknüpfen und dieses 40-jährige Jubiläum gebührend feiern wollen, auch zusammen mit dem Stadtrat.

Dieser zieht es aber vor, «... zu kommunizieren, wenn es konkrete Ergebnisse gibt, ...». Wir warten drauf, und haben zur Überbrückung ein Gesuch für eine 40–stündige Sperrung dieses meistbefahrenen innerstädtischen Strassenstücks eingegeben – dieses wurde vom Polizeivorsteher umgehend abgelehnt.

In den letzen 40 Jahren haben knapp 1 Milliarde Fahrzeuge ihre Spur gezogen auf der Westtangente. 35 Stadt- und 32 RegierungsräteInnen haben dieses Provisorium erfolgreich aufrechterhalten –- sie werden kommunizieren wenn es konkrete Ergebnisse gibt!

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